15. Mai 2020

Bundesliga-Neustart

DPolG stimmt Mäurer zu

In einem Interview mit dem Spiegel zeigte sich Bremens Innensenator Ulrich Mäurer angesichts des Bundesliga-Neustarts besorgt. Die DPolG sieht die Pläne der DFL ebenfalls kritisch.

Der Innensenator zeigte sich wegen des anstehenden Spiels des SV Werder Bremen am kommenden Montag gegen Leverkusen besorgt darüber, dass es zu einer großen Fan-Ansammlung am Weserstadion kommen könnte und erklärte: "Ich habe immer klar gesagt: Ich werde nicht mit Hunderten von Einsatzkräften eine Versammlung auflösen lassen und unsere Polizistinnen und Polizisten einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. Wenn viele Fans kommen und dann die Abstandsregeln nicht einhalten, hätte das Konsequenzen für das nächste Spiel."

Klare Worte, denen Mäurer auch Taten folgen lassen würde: "Wenn die Geisterspiele wegen der Fans zum Infektionsrisiko werden, könnte ein Verbot unvermeidbar werden. Das Risiko, den Spielbetrieb der Bundesliga erneut unterbrechen zu müssen, ist also hoch."

Die DPolG begrüßt die klare Haltung des Senators. "Er legt seine Entscheidung in die Hand der Fans, und das ist meines Erachtens der richtige Weg", sagte dazu der Landesvorsitzende Jürn Schulze. "Der Bundesligabetrieb funktioniert nur mit den Auflagen. Wenn die Fans einzelner Vereine sich nicht daran halten, ist ihre vermeintliche Unterstützung am Ende nichts wert, weil das Verbot der Spiele folgt." Mäurer liege richtig damit, die Gesundheit von Polizistinnen und Polizisten nicht für vergleichsweise kleine Probleme auf's Spiel zu setzen. 

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